ÔĽŅ Verwaltungsgemeinschaft Obermichelbach-Tuchenbach - Gemeinderatssitzung vom 11.09.2017
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Gemeinderatssitzung vom 11.09.2017

Bericht

Bericht des B√ľrgermeisters

 

Aktion ‚ÄěJeder ist anders, jeder ist wichtig"

Das diesj√§hrige Motto der Veranstaltungsreihe ‚ÄěKultur erleben und erlesen" des Landkreises F√ľrth lautet ‚ÄěJeder ist anders, jeder ist wichtig". Frau Inhof hatte bereits gebeten sich an dieser Aktion zu beteiligen. Es wird verschiedene Angebote f√ľr Jugendliche und Erwachsene geben. Beginn der Veranstaltungen ab 27.09. bis 27.10.2017. In einem Flyer k√∂nnen die einzelnen Aktionen nachgelesen werden.

Pflege der Windschutzhecken

Letzte Woche kam ein Schreiben des Landschaftspflegeverbandes Mittelfranken.

Es geht um die Pflege der Windschutzhecken in der Gemeinde. Dies ist bereits in zwei Abschnitten erfolgt (2002 und 2011) und demn√§chst steht das n√§chste Drittel an. Herr Speer hat nun vorgeschlagen, beim Umweltministerium eine F√∂rderung in H√∂he von 50 % zu beantragen (zuz√ľglich 5 % vom Bezirk Mfr.) und die Pflegema√ünahmen im kommenden Winter umzusetzen. Der Eigenanteil der Gemeinde l√§ge laut Kalkulation bei ca. 4.500 ‚ā¨. Insgesamt sind Kosten in H√∂he von 9.654,42 ‚ā¨ veranschlagt.

Die Ma√ünahme ist im Haushalt 2017 nicht enthalten, sie m√ľsste aber jetzt beantragt werden, damit sie im Winter 2018 ausgef√ľhrt werden kann. Die Abrechnung erfolgt erst 2018. Der Gemeinderat stimmt der Beantragung zu.

Kanalarbeiten Wiesenweg

Ein Anlieger hatte sich beschwert, dass erst zwei Tage vor Baubeginn eine Information der Baufirma bei ihm einging. Auch Herr J√§ger war √ľber den kurzfristigen Beginn der Arbeiten √ľberrascht. Er hat dem Beschwerdef√ľhrer auch geantwortet, dass er dessen Ver√§rgerung nachvollziehen kann. Die Anwohner wurden zwar √ľber den Beginn der Ma√ünahme, aber nicht √ľber den Ablauf informiert.

Nach R√ľcksprache mit der ausf√ľhrenden Firma konnte er folgendes mitteilen:

Die Maßnahmen starten im unteren Teil des Wiesenweges, also im Bereich der Vacher Straße und verlaufen dann in drei Abschnitten in Richtung Steinackerweg.

 

  1. Abschnitt Vacher Straße bis Höhe Pfarrgarten vom 11.09. - 13.10.17
  2. Abschnitt Höhe Weichselleite bis 12/17 Vacher Str. vom 16.10. - 02.11.
  3. Abschnitt Vacher Str. 12/17 bis Einm√ľndung Steinackerweg vom 06.11. - 24.11.

 

Die Stra√üenbauma√ünahmen f√ľr alle 3 Teilbereiche werden in der Zeit vom 27.11.-08.12.2017 durchgef√ľhrt.

Verkehrsdatenauswertung Untermichelbach

Man muss feststellen, dass der große Anteil der Verkehrsteilnehmer zu schnell fährt. Gefahrene Geschwindigkeiten von 70 km/h und mehr sind hier einfach unverantwortlich. Er wird eine Radarmessung veranlassen.

Dachgeschossausbau Kinderhort; Einbau von Alufenster, Beschluss

In der Bauausschusssitzung am 30.08.17 wurde √ľber die Ausf√ľhrung der Fensterarbeiten diskutiert. Geplant sind Alu-Fenster, in¬† gleicher Farbe und Bauart wie im 1. BA. Es wurde gefragt, warum man nicht Kunststofffenster einbaut, die deutlich g√ľnstiger w√§ren. Aus Sicht der Verwaltung w√§re dies eine falsche Entscheidung.

Eine R√ľckfrage bei der Unteren Denkmalschutzbeh√∂rde, KBM Lohse, hat ergeben, dass er dringend von einem Materialwechsel abr√§t. Diese Einstellung aus architektonischer Sicht wird vom planenden Architekten und der Verwaltung geteilt. Die ehemalige Scheune wurde mit viel fachlichem Sachverstand und Einf√ľhlungsverm√∂gen qualitativ hochwertig ausgebaut und stellt damit ein zeitgeschichtliches Geb√§ude von hoher architektonischer Qualit√§t dar. Dies sollte auch beim weiteren Ausbau durchgehalten werden.

Dar√ľber hinaus haben Recherchen ergeben, dass z. B. die Stadt N√ľrnberg den Einbau von PVC-Fenstern in √∂ffentlichen Geb√§uden aus Umwelt- und Brandschutzgr√ľnden grunds√§tzlich verbietet. Wenn PVC brennt entsteht Salzs√§ure. Kontaminierte Bauteile sind nur mit h√∂chstem Aufwand oder gar nicht zu sanieren.

Auch das Wirtschaftsreferat der Stadt N√ľrnberg hat sich mit der Thematik befasst und festgestellt, dass die niedrigeren Investitionskosten durch h√∂heren Aufwand im Unterhalt wieder aufgezehrt werden. PVC-Fenster sind reparaturanf√§lliger, ben√∂tigen mehr Wartung und haben eine k√ľrzere Lebenszeit.

Ob PVC-Fenster tats√§chlich deutlich g√ľnstiger in der Anschaffung sind, ist immer vom Einzelfall abh√§ngig. Auf Grund der Vorgaben des W√§rmeschutznachweises wurde beim 1. BA Dreifachverglasung eingebaut. Beim Dachgescho√üausbau werden die gleichen Anforderungen zu Grund gelegt. Bei Dreifachverglasungen m√ľssen wegen des erh√∂hten Gewichtes die Rahmen statisch nachwiesen werden. Bei PVC-Fenstern f√ľhrt das zu Rahmenverst√§rkungen, die den grunds√§tzlichen Kostenvorteil zunichtemachen.

Welcher Kostenunterschied in unserem Fall dann noch herauskommen w√ľrde, m√ľsste f√ľr den Gesamtumfang durch eine Ausschreibung formuliert und abgefragt werden. Die VOB verlangt aber, dass mit der Ausschreibung bereits eine Materialentscheidung getroffen wird. Insofern w√§re es nur m√∂glich, einen Angebotspreis √ľber Nebenangebote zu erfahren.

Die Fenster sind in der Kostenberechnung mit ca. 95.000 Euro veranschlagt. Die Verwaltung geht von einer Einsparungsm√∂glichkeit von ca. 10 % aus. Davon wird die H√§lfte durch den Zuschuss gef√∂rdert. Wegen des oben beschriebenen erh√∂hten Unterhalts- und Wartungsaufwandes, in Verbindung mit einer k√ľrzeren Lebensdauer, kann der Einbau von Kunststofffenstern auch aus wirtschaftlichen Gr√ľnden nicht empfohlen werden.

Über die Art des Materials wird längere Zeit kontrovers diskutiert.

Frau Bohn berichtet, dass auch in anderen Kitas PVC-Fenster¬† verwendet werden und man bei der¬† o.g. Argumentation dann √ľberhaupt auf PVC verzichten m√ľsste. Sie pl√§diert f√ľr die g√ľnstigere Variante.

Herr Schuhmann ist der Ansicht, dass man billiger bauen muss. Bei der Aussegnungshalle hätte man viel Einsparpotential gehabt. Im Beschlussvorschlag fehlen konkrete technische Daten.

Auf die Nachfrage von Frau Schwarte, antwortet Herr J√§ger, dass der Unterschied zwischen Kunststoff und Alu optisch nicht so gro√ü ist. Es geht ihm als Architekt genauso wie dem planenden Architekten und dem Kreisbaumeister um die grunds√§tzliche Frage, ob man im Dachgescho√ü eine andere, und auch qualitativ schlechtere Ausf√ľhrung w√§hlt, als im Erdgescho√ü. Neben dieser grunds√§tzlichen Frage, sieht er einen h√∂heren Aufwand im Unterhalt und eine k√ľrzere Lebensdauer bei PVC-Fenstern.

Er weist nochmals darauf hin, dass aus den vorgenannten Gr√ľnden z.B. die Stadt N√ľrnberg den Einsatz von PVC-Fenstern grunds√§tzlich verboten hat; die Lebensdauer von Alufenstern 10 Jahre l√§nger ist und bei einem Brand von Kunststofffenstern Dioxine und Salzs√§ure entsteht. Au√üerdem glaubt er, dass die Einsparung bei Kunststofffenstern nicht so gro√ü ist, da nach dem W√§rmeschutznachweis eine Dreifachverglasung n√∂tig ist, die bei Kunststofffenstern zu nahezu gleichen Preisen f√ľhrt, wie bei Alufenstern. Der W√§rmeschutznachweis w√§re bei einer √Ąnderung der Bauausf√ľhrung ebenfalls zu √§ndern und zu bezahlen.

Herr Schuhmann stellt in Frage, ob man wirklich Dreifachverglasung ben√∂tigt, da bei Alu-Fenstern die Rahmen schlechter sind, w√§hrend bei Kunststofffenstern durch den besseren Rahmen eine Zweifachverglasung die gleichen Werte erf√ľllt.

Nach Ansicht von Herrn Rohringer sind sich alle Gemeinder√§te einig, so g√ľnstig wie m√∂glich zu bauen. Er schl√§gt eine Abstimmung √ľber den Einbau von Kunststofffenstern mit Zweifachverglasung vor.

Frau Wendler-Aufrecht, Herr Aechtner und Frau Schwarte haben Schwierigkeiten  heute abzustimmen, da konkrete technische Daten fehlen um einen genauen Kostenvergleich aufstellen zu können.

Herr J√§ger erkl√§rt, dass eine Entscheidung getroffen werden muss. Wenn heute kein Beschluss erfolgt, verschiebt sich der ganze Zeitplan. Er schl√§gt deshalb einen Kompromiss vor: Die Giebelseiten des Hauses sollen mit Alufenstern ausgestattet werden und die Dachgaubenfenster mit Kunststofffenstern. Die √úberpr√ľfung des W√§rmeschutznachweises wird kl√§ren, ob eine Zweifachverglasung ausreicht.

Beschluss:

Der Gemeinderat Obermichelbach beschlie√üt den Einbau von Alufenstern in den Giebelfassaden. In den Gauben werden Kunststofffenster eingesetzt. Im Rahmen des W√§rmeschutznachweises muss gepr√ľft werden, ob dort eine Zweifachverglasung m√∂glich ist.

Anfragen

Frau Bohn m√∂chte wissen, ob es schon einen Zeitplan f√ľr die Sanierung der Friedhofsmauer gibt. Antwort: Bisher nicht; zur n√§chsten Sitzung wird er vorliegen.

Herr Schuhmann fragt nach, wie es mit der Verfugung des Pflasters am Dorfplatz aussieht. Es klappert nach wie vor. Antwort: Es ist neu verfugt worden, aber leider hatte es nachts geregnet und deshalb konnten der Sand nicht vollständig eingebracht werden. Man wird bei besserer Witterung nochmals nacharbeiten.

Herr Rohringer hat morsche B√§ume beim Regenr√ľckhaltebecken bei der Gastst√§tte ‚ÄěLa Bussola" festgestellt. Er bittet dies zu pr√ľfen. Antwort: Der Bauhof wei√ü bereits Bescheid.¬† Es muss nur noch ein Baum entfernt werden.

Frau Bohn wurde angesprochen, dass z.B. im Neubaugebiet Pfefferloh Teil II die Mitteilungsbl√§tter sp√§t oder gar nicht ausgeteilt werden. Antwort: Es kommt schon vor, dass es nicht am Monatsersten im Briefkasten liegt. Wenn jedoch ein Briefkasten vorhanden und ordentlich beschriftet ist, kann er sich nicht vorstellen, dass jemand kein Mitteilungsblatt erh√§lt. Vorstellbar ist jedoch, dass das Mitteilungsblatt zusammen mit Werbung im M√ľll landet.

Allerdings bittet er darum, dass Adressen genannt werden. Dann kann man der Sache nachgehen. Betroffene B√ľrger sollten sich bei der Verwaltung melden, um den Sachverhalt zu kl√§ren. Im √úbrigen liegen im Rathaus Mitteilungsbl√§tter auch zum Abholen aus.

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